Estella – Un pueblo bonito

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Ich bin heute Morgen gegen 7 Uhr von einer Albergue abgereist, die es definitiv nicht in meine Top 10 schaffen wird. Ich war so glücklich, als wir gestern in Puenta la Reina ankamen. Ich passierte mindestens 6 Albergues, nur um festzustellen, dass ich die Stadt verlassen und einen letzten fiesen, steilen und sehr lange Berg erklimmen musste, um dorthin zu gelangen. Einmal hoch, wird man auf keinen Fall zurückgehen, um das Dorf zu sehen. Das Abendessen, das wir vorbestellen mussten, war Essen, aber wirklich nicht mehr. Es war alles unglaublich trocken, aber hinterher habe ich noch lange mit Ben aus Großbritannien gesprochen. Und wir hatten eine sehr angenehme Zeit. Ben hat nur eine Woche um so weit wie möglich zu laufen. Ich hatte noch ein paar Cervezas und ging ins Bett.

Was für ein schöner Weg von Puenta la Reina nach Estella. Vorbei an Olivenbäumen und Weinbergen.

Ich lief die ersten 9 km und traf ein paar bekannte Gesichter, Lesly und ihre Freundin, und einen freundlichen Kerl aus Kanada. Wir gingen ein wenig und dann ging ich voran, da ich mich immer noch überraschend fit fühlte. Ich kam an einem wunderschönen Olivenbaumgarten vorbei, wo ein junger Mann begonnen hatte, eine Pilger Rastplatz zu bauen. Er bezeichnete es immer als sein Projekt, und man konnte wirklich hören und sehen, dass er sein ganzes Herz in dieses Projekt gesteckt hat.

Ich lief noch 3 km weiter, bis ich zu einer Brücke kam und meine Pan con queso y Chorizo gegessen habe. Und da kam wieder mein kanadischer Freund. Wir unterhielten uns und ein anderer Mann, ebenfalls Anfang 70, kam dazu und wir setzten den Rest des Weges zusammen fort.

Wir hatten so nette Gespräche, und die beiden “alten” Männer haben mir wirklich gezeigt, dass das Alter keine Frage von Jahren ist. Wir hatten einen wundervollen Weg, voller Schmerzen, aber mit schönen Sehenswürdigkeiten und toller Gesellschaft.

Als wir schließlich in Estella angekommen sind, ungefähr gegen 14:30 Uhr, sind wir unserer Wege gegangen, in der Hoffnung, uns auf dem Camino wieder zu treffen.

Der Engländer musste sein Telefon reparieren lassen, da es im Regen eingeweicht wurde, als er Pamplona verlassen hatte, und der Kanadier ging in sein Hotel.

Ich war wirklich glücklich, als ich zu meinen Albergues kam. Schön sauber und mit 8 Bettenzimmern, wo aufgrund von Covid eh nur 4 nächtigen konnten, und es schaut so aus als ob ich nur einen Mitbewohner für die Nacht habe.

Es war ziemlich schwer, vor 19 Uhr Essen zu finden, aber ich hatte schließlich ein schönes Sandwich am Bahnhof. Ich habe auch endlich eine neue Hose zum Wechseln nach dem Laufen, gefunden, da direkt vor meinen Albergues ein Markt war.

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